Über Uns

Der ‘Orde van de Hagelanders’ setzt sich zusammen aus Menschen aus verschiedenen Altersgruppen mit den verschiedensten Hintergründen. Sie haben alle ein gemeinsames Interesse: das Mittelalter.
Ziel dieser Gruppe ist vor allem Selbstunterhaltung und Selbstenfaltung nach mittelalterlicher Art. In diesem Sinne beschäftigen sich einige Mitglieder mit den Geheimnissen der mittelalterlichen Küche. Andere vertiefen sich in militärische Taktik und Waffen. Um Kleidung realistisch rekonstruieren zu können, sind auch Kenntnisse der Heraldik und der damaligen Kleidung erforderlich. Auch die Bearbeitung von Holz, Leder und Metall hat unser Interesse. Wir versuchen keinen einzigen Aspekt zu vernachlässigen…

Zusätzlich versuchen wir unsere gesammelten Kenntnisse zu benutzen, indem wir für das allgemeine Publikum die Geschichte auf möglichst historisch korrekte und didaktische Weise wieder zum Leben erwecken. Die Orde van de Hagelanders möchte dabei als lebendiges Museum funktionieren, wie ein Fenster auf eine faszienierende Periode aus der Geschichte. 
In diesem historischem Rahmen bilden die Hagelander eine Genossenschaft von ‘condottieres’ oder ‘freier Kameraden’. Im mittelalterlichen Kontext sind dies professionelle Soldaten, Abenteurer und sogar auch gedungene Söldlinge, die ohne politische Gründe bereit waren, für jeden zu streiten, der sie bezahlte. Die Kriegskunst ist somit auch der Kern unseres Vereines. Auf diese Weise können wir uns an verschiedene Zeitalter von 1100 bis 1500 anpassen, in der Wissenschaft ist belegt, das zum Beispiel die normandisch-englischen Herrscher im 12. Jahrhundert schon häufig Soeldner aus Flandern und Brabant in Dienst hatten. Im Moment situieren sich unsere Kampfhandlungen vor allem im 15. Jahrhundert des Burgunds.

Im späten Mittelalter sind wir als Söldlinge (ursprünglich Leute aus der Buergerschaft und Zuenften) unter anderem spezialisierte Schützen, Kreuzbogenschützen, Pikeniere und Hellebardiere. Derartige Ordonnanztruppen wie die Hagelander wurden in den Kriegen des 15. Jahrhunderts immer wichtiger, wobei sie dem erhabenen Rittertum das Monopol auf das Militär nahmen.